Wappen Amt Unterspreewald

Exposé zum Amtswappen Unterspreewald

Das neue Amtswappen wurde aus den Ämtern Golßener Land und Unterspreewald gebildet.

Das Amtswappen vereint Motivwelten aus den beiden ehemaligen Ämtern. Die blauflügelige Prachtlibelle, begleitet von zwei Rohrkolben, entstammt dem Wappen des ehemaligen Amtes Unterspreewald. Die beiden Motive symbolisieren den Spreewald mit seiner spezifischen Landschaft und Natur.

Daran knüpft der blaue, gewellte Steg an, der für den Spreewald sowie für den Reichtum an Wasserläufen im Amtsgebiet insgesamt steht.

Der Wasserlauf gliedert das Amtswappen in zwei Teile. Unten füllt der typisch heraldisch stilisierte Eber das Feld. Das Motiv stammt aus dem ehemaligen Golßener Amtswappen und geht auf den Eber im Golßener Stadtwappen zurück. Er verwies auf den Reichtum an Schwarzwild in der Region.

© Frank Diemar • Heraldiker und Grafiker

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Willkommen im Amt Unterspreewald

Waldbrandwarnstufe III


Aufruf

der Gemeinde Steinreich mit dem Ortsteil Glienig sowie den Gemeindeteilen Schenkendorf und Damsdorf und dem Ortsteil Sellendorf sowie den Gemeinde-teilen Hohendorf und Schöneiche

zum gemeinsamen Frühjahrsputz am 1. April 2017!

Treffpunkt: 9.00 Uhr an den Bushaltestellen- mitzubringen sind Harke, Schippe, Spaten oder Gabel… .

Helfen Sie bei den geplanten Aufräumungs- und Pflegearbeiten mit. Für Getränke ist gesorgt. ͊ Auf eine rege Beteiligung an beiden Terminen freuen sich die Gemeindevertreter, die Ortsvorsteher sowie Ihr ehrenamtlicher Bürgermeister Wolfgang Luplow

 

 

Unsere 10 Gemeinden sind seit dem 14.Jahrhundert Teil der Niederlausitz und als Niederlausitzer sind die Einwohner stolz auf ihre Dörfer und ihre Stadt Golßen.

Hier werden die weltberühmten Spreewälder Gurken hergestellt und auch deswegen zieht es jährlich tausende Besucher in den Spreewald, um diesen zu erleben und zu "erschmecken". "Erfahren" Sie unsere schmucken Orte mit dem Rad auf dem "Gurkenradweg" und lassen Sie sich auf dem Spreewaldkahn in den urwüchsigen Unterspreewald treiben!

Gemeinde Kasel-Golzig


 

OT Jetsch, OT Schiebsdorf (Karte)

Fläche: 34,25 km²
Einwohner: 698
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²

Die ehemalige Gemeinde Kasel-Golzig entstand durch die Zusammenlegung der Dörfer Kasel und Golzig, zwei ursprüngliche Gassendörfer, die durch die Berste getrennt waren. Beide Dörfer verfügten über ein Rittergut mit einem Schloss. Heute gehen beide Dörfer nahtlos ineinander über und bilden im Prinzip ein Straßendorf. Später kam das Dorf Zauche hinzu.

In der ersten Niederschrift am 23. März 1396 wird Golzig als „Golcz“ benannt. Die erste urkundliche Erwähnung fand Kasel als „Kazelow“ am 23. August 1407. Erst am 5. September 1527 weist der sorbische Name „Suchan“ auf das Dorf Zauche hin. Zauche ist ein Zeilendorf, welches dadurch charakterisiert ist, dass sich das Wohnhaus auf der einen und Ackerfläche mit Scheune auf der anderen Straßenseite befindet. Die Dörfer Kasel, Golzig und Zauche waren Bauerndörfer und wurden durch die betriebene Landwirtschaft geprägt.

Bemerkenswert ist das Kaseler Schloss - das ehemalige Herrenhaus, ein Putzbau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der gesamte Schlosskomplex im klassizistischen Stil wurde durch den damaligen Grundbesitzer, Friedrich Cal Leopold Reichsgraf zu Solms-Baruth, erbaut. Auf der nach Westen gerichteten Hauptseite führt eine in der Mitte befindliche, mit einer Ballustrade eingefasste, vorgelegte Freitreppe in das Hauptgeschoss. Rechtwinklig zur Anlage des Herrenhauses schloss sich südöstlich das Gebäude der ehemaligen Orangerie an. Die ehemaligen Pferdeställe und Garagen wurden Amt Unterspreewald - 10 - Nr. 10/2013 zu Wohnungen umgebaut. Die ältesten Bauten der Schlossanlage sind die ehemaligen Kavaliershäuser im Fachwerkstil, die später Gemeindehäuser und ab 1945 Wohnhäuser der Gemeinde wurden. Nach vielen verschiedenen Nutzungen des Schlosses, wie Schulbetrieb (1946 - 1977), Touristenstation für Kinder und Jugendliche sowie Schullandheim (1991 - 1993), steht es nun leer. Der das Schloss umgebene Park ist eine besonders schöne Anlage, in welchen der Küchenteich und die Berste reizvoll integriert wurden.

Die Kirche in Kasel-Golzig ist ein spätmittelalterlicher rechtwinkliger Findlingsbau, untermischt mit Backsteinen. Die Westwand wurde später massiv aus Backsteinen gefertigt. Der Kirchturm hat einen hölzernen Schaft und eine Haube. Die Kanzel und der Altar stammen aus der Wende des 17. Jahrhunderts. Nördlich von Kasel liegt in der Niederung ein slawischer Ringwall, der „Borchelt“ oder „Burgberg“ genannt wird. Ebenfalls etwas außerhalb der Ortslage befindet sich die Glaswerkstatt
der Glaskünstlerin Beate Bolender.

OT Jetsch

Der Ortsteil Jetsch entstand vermutlich um 1200 durch die Besiedlung der Wenden. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte am 24. März 1358. Jetsch gehört u. a. zu den Besitzungen der Familie Elias von Löben (ab 1590), der des Caspar Ernst von Karras (von 1673 bis 1743) und dem Freiherrn von  Manteuffel zu Krossen (ab 1900).

Jetsch ist von seiner Siedlungsanlage her ein Gassen- bzw. Straßendorf mit einem Rittergutsbereich. Der Name des Dorfes ist wendischen Ursprungs und bedeutet „Igelfluß“ oder auch „Sumpfland“. Große Teile des Wiesenlandes wurden für die landwirtschaftliche Nutzung trockengelegt. Nördlich von Jetsch erstreckt sich das Baruther Urstromtal und südlich das Luckauer Becken- und Heideland. Auf dem Weg nach Jetsch liegt östlich eine kontinuierlich betriebene Wassermühle an der Dahme, die Vordermühle.

Die Kirche ist ein spätmittelalterlicher rechteckiger Findlingsbau, welcher mit Backsteinen untermischt ist. Die Westwand wurde später massiv aus Backsteinen gefertigt. Der Kirchturm hat einen hölzernen Schaft und eine mehrfach geschwungene, zinkbedeckte, kugelförmige Haube. Die ursprünglichen Zugänge zum Kirchenschiff wurden zugemauert und die Lichtöffnungen erweitert. Die Kanzel und der Altar stammten aus der Wende des 17. Jahrhunderts. Im Turm befinden sich zwei Glocken. Die kleinere aus dem 15. Jahrhundert mit einem Durchmesser von 67 cm, trägt als Hals spätgotische Kleinbuchstaben „o rex glorie xpe veni cvm pace“ (O König der Ehren Christus komme in Frieden), die größte mit dem Durchmesser von 75 cm weist mit ihren einfachen Großbuchstaben „O.REX.GLORIE.CHRIST.VENI.CVM.PACE“ auf das 14. Jahrhundert hin. Das letzte Strohdachhaus in Jetsch, welches unter Denkmalschutz stand, wurde 1990 abgetragen, um es auf dem Höllberghof bei Langengrassau, wo eine Museumsanlage entstand, wieder aufzubauen.

Besonders sehenswert im Ort ist die Dammwildzucht des Jetscher Bauern Damian, der diese, neben der Dorfanlage auf einem großen eingezäunten Wiesengelände zum Waldrand hin, betreibt.

OT Schiebsdorf

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Schiebsdorf als „Schipsdorph“ erfolgte am 20. Februar 1345. In der altwendischen Siedlung wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts noch wendisch gesprochen. Schiebsdorf ist ein typisches Zeilendorf, kennzeichnend dafür sind die einseitige Bebauung mit Wohnhaus, die dahinter liegende Scheune und Ackerfläche. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gehörte Schiebsdorf von 1572 bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Ratsdorf der Stadt Luckau. Nördlich des Ortes durchfließen Gräben und Flüsse die Acker- und Grünlandflächen und von Süden und Osten reicht Wald bis an die Dorflage.

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